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Die Auswahl von Pflanzenschutzmitteln sollte sich nach dem Zielschädling, der Kulturpflanze, dem Entwicklungsstadium des Schädlings, dem Fressverhalten, dem Anwendungszeitpunkt, der Wirkungsweise und den lokalen Zulassungsvoraussetzungen richten.

Wie man ein Schädlingsbekämpfungsmittel für Nutzpflanzen auswählt

Die Bezeichnung eines Schädlings allein reicht nicht aus, um das richtige Pflanzenschutzmittel auszuwählen. Bei der Auswahl eines kommerziellen Produkts sollten mehrere technische Faktoren berücksichtigt werden.

Logik der Schädlingsbekämpfung und Produktauswahl

Schädlingsbekämpfung Wichtige Auswahlfaktoren
Saftsaugende Schädlinge Fraßverhalten, systemische oder Kontaktwirkung, Schädlingsstadium, Kulturpflanze, Resistenz
Schmetterlingsraupen Larvenstadium, Fressstelle, Anwendungszeitpunkt, Wirkungsmechanismus, Resistenz
Bohrer und Bergleute Schädlingsbefall, internes Fraßverhalten, Entwicklungsstadium der Kulturpflanze, Behandlungszeitpunkt
Kauende Schädlinge Schadarten, Schaddruck, Fraßaktivität, Wirkmechanismus
Milben Milbenarten, Aktivität von Eiern/Nymphen/Adulten, Akarizidspektrum, Resistenz
Bodeninsekten Schädlingsstadium, Bodenplatzierung, Persistenz, Kulturpflanzennutzung, Anwendungsmethode
Nematoden Nematodenart, Boden-/Wurzelzone, Produkttyp, Zeitpunkt, Registrierung

Das Entwicklungsstadium des Schädlings ist entscheidend

Schädlinge in Nutzpflanzen können in verschiedenen Lebensstadien unterschiedlich auf Bekämpfungsmaßnahmen reagieren.

Eier, Larven oder Nymphen, Puppen und ausgewachsene Tiere können sich hinsichtlich ihrer Fressaktivität, Exposition, Mobilität und Empfindlichkeit gegenüber Wirkstoffen unterscheiden.

Bei der Produktauswahl sollten daher das vorherrschende Schädlingsstadium, der Anbauzeitpunkt, der Schädlingsdruck, die Eigenschaften der Wirkstoffe und das zugelassene Anwendungsmuster berücksichtigt werden, anstatt davon auszugehen, dass ein Produkt in allen Lebensstadien die gleiche Wirkung erzielt.

Wirkungsweise und Resistenzmanagement von Insektiziden

Bei Programmen zur Schädlingsbekämpfung im Pflanzenbau sollten sowohl das Schädlingsspektrum als auch die Wirkungsweise berücksichtigt werden.

Die IRAC-Wirkmechanismusgruppen bieten einen praktischen Rahmen für den Vergleich der Insektizidchemie und die Planung von Resistenzmanagementprogrammen. Unterschiedliche Produkt- oder Markennamen bedeuten nicht zwangsläufig unterschiedliche Wirkungsweisen.

Ein Resistenzmanagementprogramm sollte Folgendes berücksichtigen:

  • Zielschädling
  • Entwicklungsstadium des Schädlings
  • Wirkstoff
  • IRAC-Aktionsmodus-Gruppe
  • Informationen zum lokalen Widerstand
  • Zeitpunkt für Kultur und Anwendung
  • Genehmigte Rotations- oder Mischungsstrategie
  • Destinationsmarktlabel

Nutzen Sie gegebenenfalls verschiedene, wirksame Wirkungsweisen abwechselnd, anstatt sich nur auf unterschiedliche Markennamen zu verlassen.

Schädlingsbekämpfung bei saftsaugenden Organismen

Pflanzensaftsaugende Schädlinge wie Blattläuse, Weiße Fliegen, Zikaden und ausgewählte Thripse können sich hinsichtlich ihrer Kulturpflanzenpräferenz, ihres Fressortes, ihres Lebenszyklus und ihres Resistenzstatus erheblich unterscheiden.

Bei der Produktauswahl sollten die Zielart, die Kulturpflanze, das Schädlingsstadium, die systemische oder Kontaktwirkung, der Anwendungszeitpunkt, die Wirkungsweise und die lokale Resistenzsituation berücksichtigt werden.

Je nach genehmigtem Pflanzenschutzprogramm und Registrierung im Bestimmungsland können unterschiedliche Anwendungshinweise für die Wirkstoffe gelten.

Lepidopteren-Raupenmanagement

Heerwürmer, Baumwollkapselwürmer, Spannerraupen, Kohlmottenlarven und andere Schmetterlingsschädlinge können im Larvenstadium erhebliche Fraßschäden verursachen.

Bei der Produktauswahl sollten das Larvenstadium, der Fressort, die Kulturpflanze, der Schädlingsdruck, der Anwendungszeitpunkt, der Wirkstoff, die IRAC-Gruppe und der Resistenzstatus berücksichtigt werden.

Eine frühzeitige Erkennung und der richtige Zeitpunkt können wichtig sein, da sich die Exposition gegenüber Schädlingen und das Fressverhalten mit der Entwicklung der Larven verändern können.

Bohrer- und Minenmanagement

Bohrer und Minierer unterscheiden sich von Schädlingen, die sich an freiliegenden Blättern ernähren, dadurch, dass die Nahrungsaufnahme im Inneren von Stängeln, Blättern, Trieben oder anderen Pflanzengeweben erfolgen kann.

Bei der Produktauswahl sollten die Schädlingsart, der Eintritts- oder Fressort, das Entwicklungsstadium der Kulturpflanze, die Schädlingsexposition, der Anwendungszeitpunkt, das Verhalten des Wirkstoffs und die lokale Zulassung berücksichtigt werden.

Das Behandlungsfenster kann besonders wichtig sein, wenn die Larven nach dem Eindringen in das Pflanzengewebe weniger exponiert sind.

Milbenmanagement-Richtlinien

Milben sind keine Insekten, daher sollten Milbenbekämpfungsprogramme getrennt von der herkömmlichen Insektenschädlingsbekämpfung bewertet werden.

Bei der Produktauswahl sollten die Milbenart, die Kulturpflanze, das Populationsstadium, die Aktivität der Eier/Nymphen/Adulten, das akarizide Wirkungsspektrum, der Anwendungszeitpunkt, die Resistenzsituation und die lokale Zulassung berücksichtigt werden.

Die Wirksamkeit von Akariziden kann sich gegenüber bestimmten Entwicklungsstadien unterscheiden. Daher sollte bei Behandlungsprogrammen nicht von einer gleich guten Wirksamkeit gegen Eier, unreife Milben und adulte Tiere ausgegangen werden.

Schädlingsbekämpfung im Boden und Wurzelbereich

Bodenschädlinge wie Drahtwürmer, Engerlinge, Wurzelfliegen und andere unterirdische Schädlinge können Wurzeln, Samen oder Jungpflanzen schädigen, bevor Symptome oberirdisch deutlich sichtbar sind.

Bei der Produktauswahl sollten der Zielschädling, das Entwicklungsstadium des Schädlings, die Bodenbeschaffenheit, die Kulturpflanze, der Behandlungszeitpunkt, die Formulierung, die Anforderungen an die Persistenz, die Anwendungsmethode und die lokalen Kennzeichnungsvorschriften berücksichtigt werden.

Bei der Auswahl von Pflanzenschutzmitteln für den Boden sollten die zugelassenen Kulturpflanzen und das Anwendungssystem berücksichtigt werden, nicht nur der Wirkstoff.

Management von pflanzenparasitären Nematoden

Pflanzenparasitäre Nematoden sind keine Insekten und erfordern einen gesonderten Ansatz bei der Produktauswahl.

Bei Programmen zur Nematodenbekämpfung sollten die Nematodenart, die Kulturpflanze, die Verteilung im Boden oder in der Wurzelzone, der Schädlingsdruck, die Produktart, der Anwendungszeitpunkt, die Formulierung und die lokale Zulassung berücksichtigt werden.

Die verfügbaren Behandlungsmethoden können je nach Kulturpflanze, Zielnematodenart, kommerziellen Spezifikationen und Zielmarkt chemische Nematizide und ausgewählte biologische Produkte umfassen.

Passung von Formulierung und Anwendung

Die Wahl der Formulierung sollte sich nach dem Wirkstoff, dem Zielschädling, der Kulturpflanze, dem Schädlingsstandort, den Ausbringungsgeräten, der Stabilität der Formulierung, den Umgebungsbedingungen, den Verpackungsanforderungen und den lokalen Marktpräferenzen richten.

Unterschiedliche Formulierungsarten können verschiedene kommerzielle Anwendungssysteme unterstützen, aber die Formulierung allein bestimmt weder die Wirksamkeit, die Wirkungsgeschwindigkeit, das systemische Verhalten noch die Sicherheit.

Detaillierte Informationen zu Formulierungen und Produktoptionen finden Sie im Insektizidportfolio von POMAIS.

Produktversorgung zur Schädlingsbekämpfung im Pflanzenbau

POMAIS unterstützt verschiedene Beschaffungswege für Importeure, Distributoren, Registrierungsgesellschaften, Großhändler und Eigenmarken von Agrochemikalien.

Produktverwendung und regulatorische Anforderungen

Anwendungsbereich, Zielschädlinge, Aufwandmengen, Zeitpunkt, Behandlungsintervalle, persönliche Schutzausrüstung, Wartezeiten vor der Ernte, Wiedereintrittsbestimmungen, gegebenenfalls Vorsichtsmaßnahmen für Bestäuber, Lagerung, Entsorgung und sonstige Anwendungshinweise müssen den Angaben auf dem zugelassenen Produktetikett und den Vorschriften des Bestimmungslandes entsprechen.

Die Produktregistrierung unterscheidet sich je nach Wirkstoff, Konzentration, Formulierung, Kulturpflanze, Schädling, Anwendungsmethode und Land.

Kommerzielle Empfehlungen sollten daher anhand der genehmigten lokalen Registrierung überprüft werden, anstatt universell auf alle Märkte angewendet zu werden.

Häufig gestellte Fragen

POMAIS bietet Produktanweisungen für saftsaugende Schädlinge, Schmetterlingsraupen, Bohrer und Minierer, beißende Schädlinge, Milben, Bodenschädlinge und pflanzenparasitäre Nematoden.

Beginnen Sie mit der Schädlingsart, dem Lebensstadium, dem Fressverhalten, der Kulturpflanze, dem Anwendungszeitpunkt, der Wirkungsweise, der Resistenzsituation, der Formulierung und der lokalen Zulassung.

Nein. Milben sind Spinnentiere und keine Insekten, daher sollte die Auswahl des Akarizids getrennt nach Milbenart, Entwicklungsstadium, Kulturpflanze und Resistenzlage erfolgen.

Ja. Je nach Zielnematodenart, Kulturpflanze, Formulierung und Zielmarkt sind ausgewählte chemische und biologische Nematizide erhältlich.

Ja. Private-Label-Projekte können Verpackungen, Etiketten, mehrsprachige Grafiken, Kartons, Packungsgrößen und die Produktion gemäß der bestätigten Spezifikation umfassen.

Gängige Dokumente umfassen Analysezertifikate (COA), Sicherheitsdatenblätter (SDS/MSDS), technische Datenblätter (TDS), Produktspezifikationen und Verpackungsinformationen. Weitere Unterlagen zur Registrierung hängen vom gewählten Produkt ab.